Oktoberfest 2017 mit Blind Date Band

Bergfest auf der Wiesn

„Mit der Lederhos'n, do kimmst rum!“, hat mir mal einer gesagt. Lange her ist das, und inzwischen hab ich tatsächlich schon einiges vom Globus bereist und bayrische Gemütlichkeit im Gepäck gehabt. Schunkelrunden inklusive.

Bis 2017 hats schließlich gedauert, dass ich auch mal auf dem „originalen“, dem Münchner Oktoberfest gastiere. Sogar Special-Guest-mäßig, Wiesn-Exklusiv sozusagen mit der Münchner Partyband „Blind Date“ im Paulaner Winzerer Fähndl.

9 Tage, täglich von 19-21 Uhr spielen wir auf – Tag 5 ist grad vorbei. Bergfest. Zwischenbilanz.

Wie eine gut geölte Maschine

Ums vorweg zu nehmen: Für ein ausführliches „Wiesn Tagebuch“ hats einfach nicht gereicht. Klar: Das Münchner Oktoberfest mit seinen vielen, vielen Superlativen füllt Klatschspalten und Polizeiberichte. Doch jenseits dieses ganzen Getues um Promis, Promille und Polizeibericht ist das „größte Volksfest der Welt“ vor allem eine gut geölte Feier-Laune-Maschine.

Dieser Anspruch macht auch vor der Musik nicht halt. Weit über 100 Songs gehören in so ein Wiesn Repertoire (für die Kapellen, die mehrere Stunden spielen sinds freilich noch mehr), täglich wechselndes Programm, „spielen wie Angus, klingen wie Slash und rocken wie Keith“, lautet die Devise – und natürlich „Prosit, Prosit, Prosit!“. Für jene kleinen Geschichten, nach denen ich in meinem Blog sonst gerne Ausschau halte, ist scheinbar kein Platz in all dem Gewusel zwischen den Massen an Songs, Massen an Publikum, Massen an...

Nur dieses eine Lied will nicht so richtig...

Gleichzeitig ist das vielleicht die größte „kleine Geschichte“ am Wiesn-Gig 2017: Alles läuft wie geschmiert! Täglich grüßt das Murmeltier, wenn zwischen Wiesn-Hits und Schlager-Schmalz „die Krüge hoch!“ gerissen werden. Wenn trotz spontaner Änderungen im laufenden Programm alle Mitspieler den gleichen Song anfangen. Wenn von öffentlichen Verkehrsmitteln, Service- und Sicherheitspersonal bis hin zu Musik- und Technik alle auf den Punkt liefern; Ja sogar das Publikum wie erwartet, gewollt und gewünscht reagiert – das ist derart gut geölt, das hab ich bisher nur in München so erlebt.

Nur eine Sache gibt’s, die da so gar nicht ins Bild passen will: Beim Intro von „Sex is on fire“ (Kings of Leon) – eigentlich ein Standard, den jeder gestandene Wies'n-Gitarrist aus dem Effeff beherrschen sollte – hab ich bis jetzt jedes Mal daneben gehaun! Zefix!

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