Drucken

Grenzen und Grundlagen

ImproTheater mit Gerald FeindImpro-Theater kann ein Riesenspaß sein. Kann aber auch ne echt knifflige Sache sein. Immerhin ist das meiste an so einer Vorstellung Improvisation.

Vieles hängt von vielem ab: Tagesform, Publikum, Wetter, u.s.w.. Manchmal passt alles, und – ganz selten – passt alles, obwohl nichts zusammenpasst. Kann schiefgehen... oder aber einen unverwechselbaren Moment schaffen, den es eben nur beim Improtheater gibt. So auch am Sonntag, 29. März 2015, im Heppel&Ettlich in München/Schwabing.

Komplexe Vorgaben – einfache Klänge

„Ein Waffeleisen zum Windeln vorwärmen“ lautete eine Vorgabe aus dem Publikum – auf auf so was muss man erst mal kommen. Eine harte Nuss für den Darsteller des „Experten“, der mittels pantomimischer Unterstützung nichts ahnend jene „Erfindung“ erklären und somit gleichsam erraten muss.

Solche und noch mehr Nüsse hatte die Impro-Truppe „Kuh auf Eis“ in ihrer Family-Show am späten Nachmittag zu knacken. Deshalb blieb ich mit der Musik bewusst auf eingängigem und leicht verständlichem Terrain. Telecaster, Loop-Maschine und eine große Packung musikalischer Klischees, Hymnen-Melodien und gängiger Akkordmuster – die musikalische Grundlage für einfaches szenisches Spiel eben.