Zahlenspiele

Größe und Bedeutung eines Volksfestes lässt sich meist an Zahlen festmachen. Da hats dann so und so viele Besucher gehabt, x-tausende Hendl sind verputzt und hektoliterweise Bier verkauft worden. Zahlenspiele stehen auch bei Musikern hoch im Kurs. Häufig sind dabei aber ungenaue Angaben im Spiel: „Volles Haus“, „tobende Menge“, u.s.w..

Von 9. bis 13. Mai hab ich mit der Partyband „Ohlala“ auf dem Stuttgarter Frühlingsfest gespielt. 5 Tage am Stück Livemusik für die häufig als „geizig“ bezeichneten Schwaben – hier meine ganz persönlichen Zahlen dazu:

107

… Lieder waren vorzubereiten; Viele davon in Medleys zusammengefasst oder mit speziellen Übergängen verbunden. Als kleine Dreingabe mussten noch einige Solos originalgetreu und Melodie-Linien mit dem Keyboard zusammen gespielt werden.

Ne Menge Holz, denn:

32

… Stunden Liveprogramm waren gebucht – also im Schnitt gut sechseinhalb Stunden Konzert pro Abend. Am Samstag warens sogar 7 Stunden. Zugegeben: Die Pinkelpausen und eine Essenspause sind mit drin. Macht also gute 5 bis 6 Stunden im Scheinwerferlicht täglich.

Das nenn' ich mal fleißige Musikanten. Und damit wir das Repertoire auch souverän präsentierten, gab's natürlich eine (!) ausführliche Bandprobe:

PRS Gitarre

11

… Stunden hatte die Generalprobe in Anspruch genommen. Die Marathon-Probe war nötig geworden, da ich für den Gitarristen kurzfristig eingesprungen bin und so nur wenig Zeit zum Proben blieb. Doch das extra lange Programm brauchte eine umfassende Vorbereitung der ganzen Band. Also haben wir in der wahrscheinlich längsten Probe, die ich jemals hatte (Münchner G'schichten waren mal mit 9 Stunden weit vorn), so ziemlich alles durchgespielt (fast).

5

… neue Saiten brauchte ich; also im Schnitt eine pro Tag. Das ist schon ärgerlich, wenn Du (nicht nur gefühlt) alle paar Spielstunden mindestens eine neue Saite aufziehen musst. Dabei hatte ich extra die sehr robusten Optiweb-Strings am ersten Tag frisch auf meine Hauptgitarre aufgezogen (macht nochmal 6 Saiten zusätzlich, sic!) - doch die enorme Belastung durch extremes Spielen und anstrengendes Klima im Zelt (hohe Luftfechtigkeit und starke Temparaturschwankungen) zwangen das Material regelmäßig in die Knie. (Hier gehts zu meinem Testbericht der Elixir Optiweb Saiten)

1

… Sonnenbrand hab ich mir auch geholt. Allerdings nicht beim Spielen, sondern als ich an Tag 4 nachmittags beim Schwimmen war.

Soweit also meine persönliche Statistik zum Stuttgarter Frühlingsfest 2018 mit „Ohlala“. Offizielle Zahlen dazu gibt’s freilich auch noch (siehe Stuttgarter Zeitung)  – und sogar da gibt’s einen einen Rekord.

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