Erlebnisse 2013

Deutscher Rock+Pop-Preis 2013 mit Rae Jarvis

Weder Kosten noch Mühen

Finale Deutscher Rockpreis 2013Bandwettbewerbe sind so 'ne Sache: Gewinnst Du, dann alles super – verlierst Du aber...


Ende November 2013 spielte ich an der Seite von Rae Jarvis beim Finale des 31. Deutschen Rock+Pop-Preises in der Ludwigshafener Pfalzhalle. Dort habe ich beides erlebt: 3. Platz in der Kategorie "bestes Rockalbum" aber gleichzeitig in der Kategorie "beste Rockband" leer ausgegangen.

 

Kein Preis ohne Preis

"Bin zufrieden: zwei Preise – man bekommt, wofür man bezahlt", fasste ein Musiker, den ich traf, seinen "Triumph" u.a. in der Kategorie "Bestes Soulalbum" zusammen. Ein anderer hatte "seine Preise dieses Jahr selber geholt" aber "letztes Jahr zuschicken lassen" – aus Zeitgründen.

Klingt vernünftig, denn die Teilnahme bei diesem Contest kostet einiges: Anmeldegebühren von 20 bis 30 Euro und weitere 100 bis 150 Euro je Kategorie-Nominierung. Der Siegeszug der vermeintlich „besten Popsängerin“ in 7 (!) Kategorien müsste demnach also mindestens 820 Euro gekostet haben.

 

20 Euro-Tickets und eine peinliche Panne

Deutscher Rockpreis Massenabfertigung

Neben Geld ging jedoch vor allem Zeit drauf! Dutzende Bands, hunderte Musiker und andere Beteiligte trafen auf eine häufig überforderte, weil unerfahrene, Crew. Für viele bedeutete das lange Anfahrt und stundenlanges Warten für den 5-Minuten-Auftritt. Mehr Zeit gewährte die Experten-Jury um Lisa Fitz – bekannt u.a. aus dem RTL-Dschungel-Camp – nicht, um die Besten zu küren.

Für das Publikum (Ticket kostete regulär stattliche 20 Euro) bedeutete das: Band – Moderation – Band – Moderation – Band – Moderation... u.s.w.. Spannend war allemal der Feuer-Alarm kurz nach Beginn: Evakuierung, Feuerwehreinsatz, eine Stunde ohne Informationen in der Kälte auf dem Vorplatz warten. Bei aller kalkulierter Massenabfertigung hatten die Veranstalter offenbar vergessen, im Vorfeld über den Einsatz von Nebelmaschinen und Brandmelder zu sprechen.

 

Laute(r) Verlierer! Feueralarm beim deutschen Rockpreis

Nach der Evakuierung ging`s weiter – zunächst mit peinlichen Stromausfällen (weil niemand das Feuermelder-Problem in den Griff bekam), später mit miserablem Sound und denkwürdigen Jury-Entscheidungen (z.B. gewinnt die Moderatorin der Veranstaltung einen Preis in einer Hauptkategorie).

So gesehen waren alle irgendwie Verlierer: Zuschauer, Bands und Veranstalter. Bandwettbewerbe sind eben so 'ne Sache...

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